Camp Roj

Das Camp wurde am 25.04.2015 für insgesamt 530 Geflüchteten aus dem Irak eröffnet. Es umfasste zwischenzeitlich 15.000 Geflüchtete vor allem aus dem Nordirak und hat nach deren Rückkehr vor allem syrische Binnenflüchtlinge aufgenommen. In enger Zusammenarbeit organisieren die demokratische Selbstverwaltung, die Stiftung der Freien Frau in Rojava und der Kurdische Halbmond die Hilfen für das Camp. Die Campleitung setzt sich aus Vertretern der demokratische Selbstverwaltung und Campbewohner*innen zusammen.

Kamp Roj

Als Stiftung der Freien Frau in Rojava arbeiten wir seit dem 01.01.2016 im Camp.Wir haben einen Park für Erwachsene und einen Spielplatz für die Kinder gebaut und zusammen mit den Frauen einen kleinen Laden für Frauenkleidung eröffnet.
Einen großen Raum nimmt die Bildungsarbeit und die psychologische Unterstützung ein. So werden verschiedene Seminare angeboten wie z.B. mit den Frauen über die Belastung durch Flucht und Verlust, mit Kindern über Freundschaft unter Kindern (um soziales Verhalten einzuüben), für junge Frauen zu Zwangsheirat und ihren Folgen, zu Umweltschutz und Sauberkeit, zu den Themen wie Glauben, Liebe und Freundschaft. Eine Diskussionsrunde mit den Frauen über Diebstahl und Schimpfwörter hatte ebenfalls das Ziel, das soziale Zusammenleben zu verbessern, mit den Frauen wird auch über Gewalt gegen Frauen und ihre Folgen gesprochen.
Darüberhinaus werden Familien und Schulen besucht, um die Waisen-, Halbwaisenkinder und Kinder und die Eltern zu fördern.

Zusammen mit der Campleitung und den Sprecherinnen der Kommunen werden Treffen für den Aufbau von Komitees für friedliches Zusammenleben, Komitees für Arbeit und für Selbstverteidigung organisiert. Mehrere Familien wurden vor der Rückkehr in ihre Heimatorte im Irak oder in Tepka vor Bombenanschlägen gewarnt und von der Campleitung in Selbstverteidigung und von uns in Erste Hilfe ausgebildet.

Wir konnten verschiedene ÄrztInnen gewinnen, die das Camp besuchen, und ergänzend zu dem Behandlungszentrum von Heyva Sor kranke Menschen behandeln und zu Gesundheitsthemen informieren. Für CampbewohnerInnen, die nicht im Camp behandelt werden können, müssen Transporte nach Heseke organisiert werden.

Gemeinsam mit dem Bildungskomitee des Camps organisieren wir den Sprachunterricht für Kinder und Frauen in kurdischer Sprache. Eine Gruppe von Frauen haben wir für das Friseurhandwerk ausgebildet. Zudem werden Freizeitaktivitäten für Frauen und Kinder angeboten, wie Mal-, Musik-, Sportkurse und Seminare zu Geschichte.

(Übersicht über die Arbeiten 2016 bis 2019)