Ausbildung zu Gesundheitsarbeiterinnen

Ausbildung zu Gesundheitsmitarbeiterin, Derik 09/2020

Die Ausbildung von Gesundheitsarbeiterinnen ist ein Projekt zum Aufbau einer Gesundheitsversorgung, die vor allem auf Prävention von Krankheiten setzt und die Frauen stärkt mit ihrem Wissen kommunal vor Ort die Menschen vor Krankheiten zu schützen und in Krankheitsfällen zu unterstützen.

Das Projekt unterstützt durch die Katholischen Frauen Deutschlands (KFD) des Bistum Triers.

Schwerpunkte des Projekts sind:
• die Gesundheitsvorsorge und medizinische Hilfe in den Flüchtlingscamps in Newroz, Roj und Mabruka.
• Die Gesundheitsversorgung in den Stadtvierteln und der Aufbau von Frauengesundheitszentren durch die Ausbildung von Gesundheitsarbeiterinnen.

Die Gesundheitsarbeit wird im Sinne der Bedürfnisse der Frauen und Kinder mit den verantwortlichen Frauen der jeweiligen Stadtviertel organisiert. Das Programm wird von einem Frauenteam eigenständig gestaltet. Unterstützt werden die gesundheitlichen Erstangebote: kostenlose Medikamentenvergabe in Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen, Erste Hilfe wie Verbandswechsel, medizinische Behandlung, Wundversorgung und Versorgung von Brüchen, Unterstützung bei der Medikamenteneinnahme, einfache Gesundheitschecks wie Hals-, Nasen-, Ohrenkontrollen, Augen, Sehtests, Blutdruck, Zuckertest, Bluttest, Testen von Reflexen, etc. Des Weiteren gibt es kaum gynäkologische Angebote durch Frauen, aus diesem Grund ist es notwendig Frauen in der Geburtshilfe auszubilden.

Die Ärztin Sakine (Allgemeinmedizinierin, Rechts im Bild mit schwarzem Kopftuch) und die Hebamme Melike (im Hintergrund mit blauem T-Shirt) haben in diesem Projekt mittlerweile mit zahlreichen Frauen eine fachlich zu Gesundheitsarbeiterinnen ausgebildet.